Kindergarten
Der Stadtosten Regensburgs befindet sich derzeit in einem Transformationsprozess.
Leerstehende Industrieanlagen und Konversionsflächen ehemaliger Kasernen werden in dringend benötigten Wohnraum umgewandelt.
Der neue Kindergarten in der Guerickestraße stellt dabei einen wichtigen Teil der Infrastruktur dar.
Die Gestaltung ist wie das Viertel: Harte Schale, weicher Kern. Außen in ein fließendes Kleid aus Stahlnetz gehüllt - im Inneren dominiert der warme Baustoff Holz. Vertikale Raumverbindungen fördern das räumliche Vorstellungsvermögen.
Durchgesteckte Glaskästen bringen Licht ins Innere und werden von den Kindern dekorativ gestaltet.
Die Treppe ist ein Erlebnis. Rund 50 aneinandergestellte Holzscheiben werden so ausgeschnitten, dass zerklüftete Höhlen entstehen.
Die größte davon stellt den Treppenlauf dar. Weitere Ausschnitte laden zum Spielen, Verstecken und Verweilen ein.
Die Planung erfolgte im Rahmen einer Beschäftigung bei der Stadt Regensburg und wurde vollumfänglich (LP1-6) selbst erbracht.
Ort: Regensburg, Guerickestraße
Größe: 1900 m²
Aktueller Stand: fertiggestellt 02/2023
Auszeichnungen:
Regionaler Holzbaupreis der bayerischen Staatsregierung; Auszug aus der Laudatio: “Die Kindertagesstätte im Entwicklungsgebiet Regensburg setzt ein vorbildliches Zeichen auf dem Gebiet des Klimaschutzes, ohne hierbei auf eine moderne Architektursprache zu verzichten. Insgesamt überzeugt der Beitrag durch seine klare Architektursprache und die leisen, aber dennoch sehr wirkungsvollen Details im Bereich der Fassade und der Inneneinrichtung.“
Auswahl bei den Architektouren der Bayerischen Architektenkammer 2024
Architekturpreis Regensburg (Anerkennung); Jurybegründung: „Das Projekt enthält eine Reihe innovativer Ideen. Während der konstruktive Holzbau für eine Kita inzwischen schon fast selbstverständlich ist, sind hier auch im Innenausbau unkonventionelle Anwendungen mit Holzelementen zu bestaunen, wie beispielsweise die skulpturale „Höhlentreppe". Die Eingänge zu den Gruppenräumen werden durch gläserne Lichtschächte akzentuiert, die die visuelle Kommunikation zwischen den beiden Ebenen ermöglichen und pädagogisch bespielt werden können. Die Beziehung zum Außenraum wird durch eine das gesamte Haus umhüllende Laubengangzone hergestellt, die radikal konsequent mit einem feinen Drahtgeflecht umgeben ist und sich auch als geschützte Spielzone im Freien eignet.“